Schlafstörungen 

Ab und an eine unruhige Nacht, bei Sorgen oder vor einem wichtigen Termin – das kennt jeder. Vor einer Urlaubsreise zum Beispiel sind viele Menschen aufgeregt. Die Nacht vorher ist an Schlaf kaum zu denken. Auch eine Erkältung mit Husten und Schnupfen oder andere Erkrankungen stören schon einmal den Schlaf. Eine neue Matratze, Partylärm von den Nachbarn, ein Umzug in eine neue Wohnung oder Stress auf der Arbeit sind Ursachen, die kurzfristig den Schlaf stören können. Sobald die Ursache beseitigt oder der Infekt abgeheilt ist, stellt sich in der Regel sehr schnell wieder der gewohnte Schlafrhythmus ein.

Was sind Schlafstörungen?

Eine Schlafstörung liegt vor, wenn Sie über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen an drei oder mehr Nächten nicht genügend oder keinen erholsamen Schlaf finden. Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig. In einigen Fällen liegt den Schlafproblemen eine Grunderkrankung zugrunde, welche zunächst behandelt werden muss. Häufig treten Schlafstörungen jedoch auf, ohne dass eine Krankheit der Auslöser ist. 

Einteilung von Schlafstörungen

  • Ein- und Durchschlafstörung (Insomnie)
  • Atmungsstörungen während des Schlafs (Schlaf-Apnoe-Syndrom)
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis (Hypersomnie)
  • Zeitlich gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus zum Beispiel bei Schichtarbeit (zirkadiane Schlafrhythmusstörungen)
  • Unangemessene und unerwünschte Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf (Parasomnien)
    • Schlafwandeln
    • Nachtschreck (Pavor nocturnus)
    • Zuckungen beim Einschlafen
    • Sprechen im Schlaf
    • Albträume
    • Einnässen (Enuresis)
    • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Bewegungsstörungen (z.B. Restless-legs-Syndrom)

Ursachen von Schlafstörungen

Man unterscheidet primäre und sekundäre Schlafstörungen. Primäre Schlafstörungen treten unabhängig von körperlichen oder psychischen Grunderkrankungen und auch nicht als Nebenwirkung von Medikamenten auf. Sekundäre Schlafstörungen sind durch andere Faktoren wie zum Beispiel körperliche Erkrankungen bedingt.

 

Ursachen von primären Schlafstörungen

Bei der Diagnose von primären Schlafstörungen handelt es sich um eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Erst wenn alle Ursachen sekundärer Schlafstörungen ausgeschlossen sind, wird die Diagnose primäre Schlafstörung gestellt.

  • Belastende Lebensumstände
  • Umwelteinflüsse (Licht, Lärm)
  • Fehlwahrnehmung des tatsächlich geschlafenen Zeitraums
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Ursachen von sekundären Schlafstörungen

  • Organische Erkrankungen (z.B. Herz- oder Lungenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, chronische Schmerzen, Sodbrennen, bösartige Krebserkrankungen etc.)
  • Psychische Erkrankungen (z.B. Demenz, Schizophrenie, Alkoholismus, Depression)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten 

Nicht erholsamer Schlaf

Bei länger anhaltenden Schlafstörungen bestehen tagsüber Beeinträchtigungen. Betroffene sind tagsüber erschöpft, müde und schläfrig. Konzentrieren und geistige Arbeit sind schwierig. Depressive und reizbare Stimmungen sind oft weitere Folgen von Schlafmangel. Der berufliche oder familiäre Alltag wird oftmals stark durch Schlafprobleme beeinträchtigt.

Die Folgen unbehandelter Schlafstörungen können zum Teil gravierend sein. Es drohen soziale Isolation im Privatleben, depressive Verstimmungen, Leistungsabfall am Arbeitsplatz, Magenbeschwerden, Bluthochdruck oder Herz-/Kreislauferkrankungen. 

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