Schlafstörungen bei Babys, Kindern und Jugendlichen

Schlafstörungen betreffen nicht nur Erwachsene, sondern auch schon Babys, Kinder und Jugendliche. Hin und wieder Probleme mit dem Schlafen ist bei Kindern durchaus normal und kein Grund zur Sorge. Wenn die Schlafprobleme jedoch über einen längeren Zeitraum anhalten, sollten Eltern aufmerksam werden und die Ursache herausfinden. Denn die kindliche Entwicklung kann durch regelmäßig schlechten Schlaf belastet werden. 

 

Hat mein Kind wirklich eine Schlafstörung? 

An diesen Anzeichen können sie erkennen, ob ihr Kind einfach nur ab und zu schlecht schläft, oder ob es wirklich unter einer Schlafstörung handelt. 

  • Tagsüber müde und schläfrig
  • Konzentrationsprobleme
  • Nervöse Unruhe
  • Antriebslosigkeit
  • Niedergeschlagene Stimmung
  • Schlafwandeln
  • Nächtliches Einnässen
  • Albträume
  • Ängste beim Einschlafen
  • Häufiges nächtliches Aufwachen mit Einschlafschwierigkeiten
  • Einschlafprobleme (Grübeln)

Was ist eine Schlafstörung bei Kindern?

Von einer Schlafstörung bei Kindern spricht man, wenn die Schwierigkeiten regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen auftreten. Man unterscheidet Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen. Die Kinder können entweder nicht einschlafen oder sie erwachen mehrmals in der Nacht und können dann wieder nicht einschlafen. Einschlafprobleme und Durchschlafprobleme können auch gemeinsam auftreten. 

 

Warum kann mein Kind nicht schlafen?

Die Gründe für Schlafstörungen bei Kindern sind vielfältig. Das Einschlafen ist häufig erschwert, wenn die Kinder noch nicht ausreichend zur Ruhe gekommen sind. Das kann der Fall sein, wenn sie noch kurz vor dem Schlafengehen getobt, ferngesehen oder für die Schule gelernt haben. Wenn Babys viele neue Eindrücke zu verarbeiten haben, sind sie oftmals so überdreht, dass sie einfach nicht in den Schlaf finden. Säuglinge schreien dann anhaltend und finden nicht in den Schlaf. Gesundheitliche Faktoren wie zum Beispiel eine Erkältung oder eine Kinderkrankheit kann natürlich auch zu vorübergehenden Schlafstörungen führen. Eltern sollten bei Schlafproblemen immer auch Ängste bei den Kindern ansprechen. Kleine Kinder haben mitunter Angst vor Monstern unter dem Bett oder im Schrank. In diesen Fällen trägt ein einfühlsamer Umgang mit dieser Angst zu einer Verbesserung des Schlafes bei. Bei größeren Kindern und Jugendlichen sind oftmals Prüfungsängste oder Überforderung an der Entstehung von Einschlafproblemen oder Durchschlafschwierigkeiten beteiligt. Auch das Thema Mobbing durch Lehrer oder Klassenkameraden zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen häufig durch Schlafschwierigkeiten. Bei lang anhaltenden Schlafstörungen sollten Eltern nicht zögern, sich Hilfe zu holen. 

 

Wie viel Schlaf benötigt mein Kind?

Wie viel Schlaf ein Kind benötigt, hängt vom Alter ab und ist individuell recht unterschiedlich. Säuglinge ab vier Monaten bis zu einem Jahr schlafen pro Tag ungefähr 12 bis 16 Stunden. Die gesamte Schlafdauer verteilt sich auf mehrere, unterschiedlich lange Schlafphasen am Tag und in der Nacht. Ein- bis zweijährige Kinder benötigen dann schon weniger Schlaf. Sie schlafen noch etwa 11 – 14 Stunden pro Tag. Sie brauchen noch ein oder zwei Schlafphasen tagsüber. Kindergartenkinder zwischen 3 und 5 Jahren schlafen ca. 10 – 13 Stunden pro Tag. Ab diesem Alter benötigen die meisten Kinder auch keinen Mittagsschlaf mehr. Schulkinder zwischen 6 und 12 Jahren sollten ungefähr 8 bis 10 Stunden während der Nacht schlafen. Bei Jugendlichen im Teenageralter wird es dann schwieriger mit dem Schlaf. Durch die Hormonumstellungen während der Pubertät verschiebt sich ihr Rhythmus. Sie werden abends oft erst nach Mitternacht müde und sind dann natürlich nicht ausgeschlafen, wenn morgens der Wecker für die Schule klingelt.

 

Um herauszufinden, ob ihr Kind tatsächlich zu wenig schläft, sollten Eltern über einen längeren Zeitraum ein Schlaftagebuch führen. Dazu werden die jeweiligen Zubettgehzeiten, die Einschlafzeit sowie nächtliche Wachphasen notiert. Zusätzlich sollten die Tagesstimmung sowie aufregende Ereignisse wie ein Kindergeburtstag, ein Wettkampf, eine Klassenarbeit oder ein Streit mit den Eltern oder Freunden notiert werden. Dies kann einen Hinweis auf die Ursachen geben. Denn Kinder sind oftmals nicht in der Lage, ihre Probleme zu erkennen und zu beschreiben. 

 

Wann muss eine Schlafstörung behandelt werden?

Eine Schlafstörung bei Babys, Kindern und Jugendlichen sollten Eltern immer ernst nehmen und nicht zögern, sich Hilfe zu holen. Schlafprobleme können chronisch werden und weitreichende Folgen haben. Depressionen treten zum Beispiel häufiger bei Erwachsenen auf, die schon während der Kindheit unter Schlafstörungen litten. Zudem sollten bei Schlafstörungen auch organische Ursachen wie zum Beispiel vergrößerte Rachenmandeln oder Polypen abgeklärt werden. 

 

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