Homöopathie

 

Am Beginn einer homöopathischen Behandlung steht immer eine ausführliche Krankenbefragung. Während dieser Erstanamnese besprechen wir alle körperlichen und seelischen Beschwerden unter denen Sie leiden. Anhand des Bildes, welches ich mir im Anschluß an dieses Gespräch von Ihnen und Ihrem Leiden machen kann, suche ich das für Sie passende homöopathische Einzelmittel in Form von Globuli oder Tropfen heraus.

 

Ein homöopathische Mittel wird also nicht nach einer vorliegenden Diagnose ausgewählt, sondern immer individuell für den jeweiligen Patienten. 

 

Auch die Einnahmeempfehlungen der Globuli oder der Tropfen werden jeweils passend zum Menschen ausgewählt. Daher halte ich zu Beginn einer Behandlung engen Kontakt zu Ihnen, um die Dosierung gegebenenfalls schnell an Ihre persönliche Situation anpassen zu können.

 

Der Arbeitsaufwand einer homöopathischen Befragung inklusive Repertorisation und Mittelfindung ist zum Anfang sehr zeitintensiv. Daher ergibt sich ein relativ hoher Preis der homöopathischen Erstbehandlung. Bei chronischen Erkrankungen sind Folgekonsultationen zunächst im Abstand von vier Wochen nötig, die im Laufe der Behandlung teilweise im Abstand von einigen Monaten oder Jahren erfolgen. Folgekonsultationen dauern in der Regel etwa eine halbe bis eine ganze Stunde. 

 

Während der Behandlung von chronischen Zuständen ist die Therapie von akuten Beschwerden mit der Homöopathie selbstverständlich auch möglich. Bei einer Erkältung etc. müssen Sie die homöopathische Behandlung daher nicht unterbrechen und auch nicht auf andere Therapien ausweichen. 

 

Eine Domäne der Homöopathie ist nicht nur die alleinige Therapie von chronischen - körperlichen und seelischen - Erkrankungen, sondern auch die begleitende Behandlung bei schwerwiegenden Erkrankungen, die eine schulmedizinische Medikation erfoderdlich machen. 

 

Was ist Homöopathie?

 

Die Homöopathie ist eine weit verbreitete und beliebte Therapiemethode der Naturheilkunde. Wie bei vielen anderen naturheilkundlichen Methoden handelt es sich auch bei der Homöopathie um eine ganzheitliche Therapieform. Es werden nicht einzelne Erkrankungen oder Beschwerden behandelt, sondern der ganze Mensch - Körper, Seele und Geist - steht im Blickpunkt der Betrachtung.

 

Wer hat die Homöopathie begründet?

 

Die Homöopathie wurde bereits vor 200 Jahren von dem deutschen Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann (1755-1843) begründet. 

 

Nach welchen Prinzipien arbeitet die Homöopathie?

 

•    Ähnlichkeitsprinzip
•    Arzneimittelprüfung
•    Potenzierung
•    Einzelmittel

 

Was ist das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie?

 

Samuel Hahnemann erkannte - wie vor ihm schon Paracelsus - das ähnliche Leiden durch Ähnliches geheilt werden können. Das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie besagt, dass eine Erkrankung durch ein Mittel geheilt werden kann, welches in der Lage ist, dieselben Symptome an gesunden Menschen hervorzurufen. Dies erprobte Hahnemann in zahlreichen Arzneimittelprüfungen an sich selbst und anderen. 

 

„Similia similibus curentur“ - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt

 

Was bedeutet Arzneimittelprüfung in der Homöopathie?

 

Berühmt ist Hahnemanns Chinarindenversuch. Er hat als gesunder Mensch Chinarinde eingenommen und festgestellt, dass er die typischen Fieberschübe einer Malaria entwickelte. Zu seiner Zeit wurde Chinarinde zur Behandlung der Malaria eingesetzt. Aus seinen Beobachtungen folgerte er, dass die Malaria durch ein Mittel geheilt werden kann, welches auch beim gesunden Menschen dieselben Symptome hervorrufen kann. Seine Neugier war geweckt und er begann weitere Substanzen zu prüfen. 
Bei einer homöopathischen Arzneimittelprüfung nehmen gesunde Menschen eine Substanz in Form von Globuli solange ein, bis sich Symptome einstellen. Alle Veränderungen auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene werden von den Probanden notiert und anschließend zu sogenannten homöopathischen Arzneimittelbildern zusammengefasst. Anhand dieser wählen Therapeuten das passende Mittel für ihre Patienten aus. 
    
Wichtiger Hinweis: Wenn kranke Menschen über einen längeren Zeitraum homöopathische Globuli einnehmen und dies auch noch beibehalten, obwohl die Beschwerden längst abgeklungen sind, können diese Menschen auch eine homöopathische Arzneimittelprüfung mit den typischen Beschwerden durchleben. 


Was versteht man unter Potenzierung in der Homöopathie?

 

Zunächst prüfte Hahnemann nur ungefährliche Substanzen. Später ging er dazu über, auch giftige Ausgangsstoffe zu prüfen, indem er sie stark verdünnte und verschüttelte. Dabei stellte er fest, dass die Substanzen in ihrer Wirksamkeit dadurch nicht geschwächt, sondern im Gegenteil sogar verstärkt wurden. Seine Art der Verdünnung und Verschüttelung der homöopathischen Arzneimittel nannte er daraufhin Potenzierung, um die Steigerung der Wirksamkeit hervorzuheben. Da die Herstellung in verschiedenen Stufen erfolgt, werden die fertigen homöopathischen Mittel auch als Potenz bezeichnet.

 

Woraus werden homöopathische Mittel hergestellt?

 

Homöopathische Mittel werden aus den unterschiedlichsten Stoffen aus dem Pflanzen- Tier- und Mineralreich hergestellt. 

 

Was bedeutet Einzelmittelverordnung in der Homöopathie?

 

Therapeuten, die klassisch nach der Methode von Samuel Hahnemann arbeiten, verordnen in der Regel Einzelmittel als Globuli oder Tropfen, welche nur aus einer einzigen Ausgangssubstanz hergestellt werden. 

 

Was sind homöopathische Komplexmittel?

 

Homöopathische Komplexmittel sind Arzneimittel, die aus mehreren verschiedenen homöopathischen Mitteln zusammengemischt sind. Jedes Einzelmittel ist ausführlich an gesunden Menschen geprüft worden. Für die homöopathischen Mischungen liegen jedoch keinerlei Arzneimittelprüfungen vor. 

 

Wie werden homöopathische Mittel eingenommen?

 

Homöopathische Arzneimittel werden in Form von Tabletten, Globuli oder Tropfen hergestellt. Die gebräuchlichste Darreichungsform sind Globuli, kleine Kügelchen aus Zucker. Diese werden unter die Zunge oder in die Wangentasche gelegt, wo sie sich auflösen und über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. 

 

Wie ist die Dosierung in der Homöopathie?


Globuli werden nicht nach einem festen Schema, sondern jeweils nach Bedarf eingenommen. Zunächst einmal werden drei Globuli eingenommen und dann wird eine Besserung der Beschwerden abgewartet. Solange die Besserung anhält, wird das Mittel nicht erneut eingenommen. Erst wenn sich die Beschwerden nach einer anfänglichen Besserung wieder verschlechtern, wird das Mittel erneut eingenommen. 
Werden homöopathische Mittel zu lange oder zu häufig eingenommen (Überdosierung), so kann es zur Bildung oder Beibehaltung von Beschwerden kommen (siehe Arzneimittelprüfung). 

 

Was ist eine Erstverschlimmerung in der Homöopathie?

 

Nach der Einnahme von Globuli kann es zu einer sogenannten Erstreaktion bzw. Erstverschlimmerung kommen. Dabei verschlimmern sich die Beschwerden über einen kurzen Zeitraum, um danach besser zu werden. Eine Erstverschlimmerung während einer homöopathischen Behandlung ist ein Hinweiszeichen auf die richtige Wahl des Arzneimittels. 

 

In welchen Fällen helfen homöopathische Mittel nicht?

 

Auch wenn die Homöopathie bei vielen Beschwerden hilfreich sein kann, sind auch ihrer Wirkung Grenzen gesetzt. 

 

•    lebensbedrohliche Notfälle (Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfälle etc.)
•    Erkrankungen, die einen chirurgischen Eingriff nötig machen (Knochenbrüche,  

     Verletzungen etc.)
•    weit fortgeschrittene und tödliche Krankheiten 
•    irreversible Gewebeschäden (Leberzirrhose, Gelenkverformungen etc.)

 

Die Homöopathie kann jedoch als begleitende Therapiemaßnahme eingesetzt werden, um Beschwerden zu lindern und den Heilungsprozess zu fördern. 

 

Wer darf homöopathisch behandeln?

 

In Deutschland dürfen ausschließlich Ärzte und Heilpraktiker homöopathisch behandeln.

 

Homöopathie bei Trauer und Kummer

 

Wenn ein Mensch stirbt, leiden Angehörige und Freunde besonders schwer. Scheidung, Jobverlust, der Bruch von Freundschaften – auch in diesen Lebenssituationen trauern Betroffene.

 

Die Trauer ist eine wichtige Reaktion, die dabei hilft vom Verstorbenen Abschied zu nehmen, mit belastenden Situationen umzugehen und Erlebtes zu verarbeiten. Jeder Mensch erlebt Trauer anders und geht unterschiedlich mit ihr um.

 

Ebenso verhält es sich mit dem Kummer, der sich bei Scheidung, Liebeskummer, dem Verlust des Jobs oder nach dem Zerbrechen von Freundschaften einstellt.

 

So wichtig es ist, sich auf die Trauer und den Kummer einzulassen, so wichtig ist es auch, nicht übermäßig stark oder lange darin zu verweilen. Homöopathische Mittel können den Prozess des Trauerns hilfreich begleiten. 

 

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Heilpraktikerin Naturheilpraxis Schlüter - 2017

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